Für den Durchblick im Label-Dschungel

    oder

    SwissGAP

    www.swissgap.ch

    Gütesiegel des Vereins SwissGAP für sicher und nachhaltig wirtschaftende landwirtschaftliche Produzenten

    Letzte Änderung: 2019
    Zeicheninhaber

    Verein SwissGAP

    Labeltyp

    Gütesiegel

    "Transparenz"
    Der Labelinhaber antwortet auf Anfragen. Informationen zu den Kriterien und dem Labelsystem sind online zugänglich. Ein Stakeholder-Prozess stellt sicher, dass die Kriterien sinnvoll sind (weitere Infos).

    "Unabhängige Kontrolle"
    2-Augen-Prinzip: Eine vom Zeicheninhaber unabhängige Kontrollstelle führt regelmässig Kontrollen durch. Diese finden auch unangemeldet statt (weitere Infos).

    "Zertifizierung"
    4-Augen-Prinzip: Nach erfolgter Kontrolle wird der Kontrollbericht nochmals von einer unabhängigen und akkreditierten Zertifizierungsstelle überprüft (weitere Infos).

    Alle drei Jahre Kontrollen auf Stufe Produktion durch unabhängige Kontrollstellen. Auf Stufe Vermarktung erfolgen jährliche Kontrollen mit anschliessender Zertifizierung durch q.inspecta GmbH oder die ProCert Safety AG. Das Zertifikat ist für ein Jahr gültig. Die Koordination der Kontrollen erfolgt durch die Koordinationsstelle Agrosolution. Zusätzlich erfolgen unangekündigte  Stichprobenkontrollen. Akkreditierung der Zertifizierungsstellen durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) nach ISO 17065.

    Inhalte des Labels

    Ökologie

    Tierwohl

    Soziales

    Fair Trade

    Gesundheit

    Herkunft

    Über Inhalte des Labels

    "Inhalte des Labels". Die Inhalte, über welche dieses Label eine Aussage macht, sind grün markiert (Weitere Infos).

    Es bestehen Standards für die Produktion von Früchten, Gemüse, Kräutern, Pilzen (vollständige Produktliste siehe Links). Das Label ist auf den Produkten jedoch nicht sichtbar.

    Der SwissGAP-Standard berücksichtigt die bestehenden Schweizer Strukturen und stimmt auch mit den meisten Prinzipien von GLOBALG.A.P. überein. Der SwissGAP-Standard für Obst und Gemüse unterscheidet sich von GLOBALG.A.P. durch ein anderes Zertifizierungssystem. SwissGAP deckt auch die Vermarktungsstufe ab, zudem ist auf der Produktionsstufe die Kontrollfrequenz tiefer  (alle 3 Jahre, statt jährlich). Alle anderen Anforderungen einschliesslich der übergeordneten Überwachung sind gleich. Der SwissGAP-Standard für Blumen und Topfpflanzen (SwissGAP-Horticulture) ist vollumfänglich von GLOBALG.A.P. anerkannt.

    SwissGAP definiert Standards für die Herstellung und Aufbereitung von Produkten, die Produkte selbst werden nicht gelabelt. Die grössten Detailhandelsunternehmen der Schweiz verlangen von ihren Lieferanten die Einhaltung bzw. Umsetzung des SwissGAP-Standards für CH-Produkte bzw. für die Einhaltung des GLOBALG.A.P.-Standards für Importprodukte.

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    SwissGAP zeichnet nicht direkt Produkte aus, sondern definiert Kriterien für deren Herstellung. Entsprechend ist das Label auf den Produkten selbst nicht sichtbar.

    Inhalte im Detail

    Allgemeine Kriterien

    Herkunft

    • Die Rückverfolgbarkeit der Produkte muss garantiert sein.
    • Alle Anbauflächen sind in der Schweiz, im Fürstentum Lichtenstein oder in Grenzzonen, welche mindestens seit 01.01.2014 ununterbrochen von Schweizer Betrieben bewirtschaftet werden.
    • Nur auf dem eigenen Betrieb angebaute Ware wird unter eigenem Namen an zertifizierte Vermarkter geliefert.

    Ökologie

    • Ökologische Ausgleichsflächen müssen nach den Vorschriften des ÖLN vorhanden sein.
    • Es dürfen keine gentechnisch veränderten Produktions- oder Zuchtverfahren eingesetzt werden.
    • Bei der Erstkontrolle, bei neuen Parzellen oder bei Änderung der Gefahrenlage muss eine dokumentierte Gefahrenanalyse durchgeführt werden.
    • Chemische Bodendesinfektion ist grundsätzlich verboten.
    • Die chemische Sterilisation von Substraten muss mit zugelassenen Mitteln erfolgen. Verwendete Substrate stammen nicht aus ausgewiesenen Naturschutzgebieten und werden fachgerecht recycelt oder entsorgt.
    • Zur Düngung wird kein Klärschlamm eingesetzt.
    • Es dürfen nur geeignete Pflanzenschutzmittel entsprechend der kultur- und branchenspezifischen Pflanzenschutzmittellisten ausgewählt und eingesetzt werden.
    • Bewässerungssysteme sind möglichst effizient und minimieren den Wasserverbrauch.

    Hygiene

    • Der Betrieb verfügt über ein Hygienekonzept.
    • Unbehandeltes Abwasser darf in keinem Fall für die Bewässerung genutzt werden.
    • Dünger müssen getrennt von Obst, Gemüse und Kartoffeln sowie von Pflanzgut gelagert werden.
    • Das Waschwasser für die Endbehandlung der Produkte muss Trinkwasserqualität aufweisen.

    Arbeitsbedingungen

    • Arbeitskräften steht je nach Arbeit angemessene Schutzausrüstung zur Verfügung.
    • Angestelltenwohnungen sind mit grundlegenden Einrichtungen ausgestattet.
    • Ein Beschwerdeformular für Kunden muss vorhanden sein.

    Zusätzlich zu den Muss-Kriterien werden diverse Empfehlungen formuliert (siehe Links).

    Früchte und Gemüse

    • Angebotene Kartoffelsorten stehen auf der Schweizer Sortenliste oder sind im Aufnahmeverfahren.
    • Die Verwendung von Schweizer Saatgut ist erwünscht, bei importiertem Saatgut muss mindestens 80% des Zuwachses in der Schweiz entstehen.

    Pflanzen und Saatgut

    • Zugekaufte Stecklinge und Jungpflanzen aus nicht von SwissGAP oder GLOBALG.A.P. zertifizierten Betrieben müssen für mindestens 3 Monate oder zwei Drittel der Vegetationsperiode in einem SwissGAP-Betrieb angebaut werden.
    • Die chemische Bodendesinfektion ist verboten.
    • Die chemische Sterilisation von Substraten ist verboten.

    Haben Sie eine Frage?

    Gerne dürfen Sie uns kontaktieren.

    Tel. +41 (0)44 267 44 11 E-Mail eva.hirsiger@pusch.ch

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